Unternehmensberatung für Fachmedien

Juni 8, 2012

Axel Bartholomäus, Karl-Heinz Behrens und Georg Blum haben zusammen die Beratungsgesellschaft „MediaValuePartners“ gegründet. Künftig möchten die drei Medienexperten Verlage bei der Sicherstellung von profitablem Wachstum in den publizistischen Kerngeschäften unterstützen. Gemäß ihrer Philosophie reichen dabei im Kontext der Digitalisierung von Medien und Kommunikation klassische Methoden wie Prozessoptimierung  und Kostensenkung nicht mehr aus.

Weitere Informationen: www.mediavaluepartners.de

Weitere Artikel zu ähnlichen Themen:

Marktübersicht: Consulting für B2B-Medien

Advertisements

US-Fachverlag stellt Printmedien ein und wird 100% digital

November 25, 2011

Ziff Davis Enterprise (ZDE), ein „traditioneller“ IT-Fachverlag aus den USA, wird ab Januar 2012 sämtliche Printausgaben seiner Fachzeitschriften einstellen und nur noch digitale Medien anbieten. Durch diese Entscheidung sollen Papier-, Druck- und Versandkosten eingespart werden. Außerdem ist dieser Schritt Bestandteil der OmniDigital-Strategie von Ziff Davis Enterprise.

Der Fachverlag startet daher digitale Ausgaben, mobile Websites und native Apps für Android, BlackBerry, iPhone und Windows Phone 7.  Derzeit publiziert ZDE noch folgende Fachmedien in Print: eWeek (Printauflage derzeit 225.100 Exemplare), CIO Insight (50.100 Exemplare) und Baseline (125.100  Exemplare).

Steve Weizner, CEO des Unternehmens, beschreibt das in einem Blogeintrag von Ziff Davis Enterprise so: „Today, we believe that digital engagement is on the verge of a truly transformative moment: the future of engagement is mobile, it is social, and it is entirely digital.“

Tom Stein, ein Board Member von ZDE, sieht darin nicht nur für sein Unternehmen den richtigen Schritt, sondern auch ein Beispiel für andere Medienunternehmen.

Quelle: brandchannel, BtoB Media Business, Blog von Ziff Davis Enterprise

***** BusinessMediaBlog.com E-Mail Newsletter *****
***** Markus Caspari auf Twitter folgen *****


B2B Medien & B2B Marketing Services: Aktuelle Umfrageergebnisse aus USA

Juli 2, 2011

Die kürzlich veröffentlichte US-Umfrage „What Marketers want from their Media partners“ gibt interessante Aufschlüsse auf die Frage, inwieweit B2B Marketing Manager die kürzlich intensivierten Aktivitäten der amerikanischen Fachmedien im Bereich Marketing Services beurteilen.

Die Studie wurde Anfang Mai 2011 auf der jährlichen ABM Conference in Austin, Texas, präsentiert und basiert auf einer Onlinebefragung von 280 B2B Marketing Managern.

68% dieser B2B Marketing Executives gaben an, dass Agenturen ihnen beim Thema „Marketing Services“ einen größeren Wert bieten können als B2B-Medienunternehmen. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Marketer bei Business Media Unternehmen in den letzten 12 Monaten vor allem folgende Marketing Services beauftragt haben:

  • 53% der befragten B2B Marketing Manager beauftragten ein Fachmedienunternehmen im Bereich Lead Generation
  • 51% für Bannerkreation
  • 50% für Print-Anzeigenkreation
  • 47% für E-Mail Marketing

Quelle: Media Business, Juni 2011, Seite 6

***** BusinessMediaBlog.com E-Mail Newsletter *****
***** Markus Caspari auf Twitter folgen *****


Zukünftige Aktivitäten der Medienunternehmen

Dezember 19, 2009

Eine Trendumfrage von HORIZONT unter den 100 größten Medienunternehmen, auf die 42 Manager antworteten, befragte unter anderem die Bedeutung verschiedener Aktivitäten für Medienunternehmen und bildete daraus ein Ranking. 

Im Bereich der Publikums- und Fachverlage war das Ergebnis wie folgt:

Platz 1: Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder
Platz 2: Entwicklung neuer Medienprodukte
Platz 3/4: Investition in digitale Medien
Platz 3/4:  Verstärktes Kostenmanagement
Platz 5: Beteiligung an inländischen Medien
Platz 6: Ausbau des Auslandsgeschäfts
Platz 7: Kooperation mit anderen Medienhäusern
Platz 8: Verkauf von Beteiligungen

Quelle: HORIZONT 47/2009 vom 19.11.2009, Seite 36

Persönliche Anmerkung:  Im Rahmen meines berufsbegleitenden BWL-Studiums (Schwerpunkt Marketing) beschäftigte ich mich insbesondere mit den Themenfeldern Strategisches Management / Marketing, Corporate Development sowie Business Development. Oben genannte Entwicklung hatte ich frühzeitig antizipiert und untersuchte daher  im Jahr 2005 in meiner Diplomarbeit genau diese Fragestelltung: „Status-quo und Entwicklungsperspektiven für Fachmedien – Eine Untersuchung zur Bestimmung neuer Geschäftsfelder und deren strategische Ausrichtung“.

Gestern erschien zur gleichen Thematik eine neue Studie der Deutschen Fachpresse: Wege in die Zukunft – Herausforderungen für Fachverlage 2010/2013.

***** Hier klicken, um News von BusinessMediaBlog.com kostenfrei per E-Mail zu erhalten *****


Paid Content in B2B-Märkten

Juli 19, 2009

Paid Content liest man seit Beginn der Wirtschafskrise noch öfter als zuvor. Folgendes habe ich in HORIZONT (Printausgabe) gefunden: Paid Content spielt bei Online-Fachmedien meist eine geringe Rolle. Die meisten Online-Erlöse erzielen traditionelle Fachverlage durch Werbung. Aus der Statistik der Deutschen Fachpresse geht hervor, dass die gesamten Einnahmen durch Online-Medien derzeit bei den deutschen Fachverlagen bei nicht mehr als 9,4% vom Gesamtumsatz liegen.

Alfons Schröder, Geschäftsführer des Heise Verlags, sieht Paid Content als schwer durchsetzbar, da überall Inhalte kostenlos im Internet verfügbar sind. Auch das Baunetz sieht für Paid Content nach Angaben von Marketingleiterin Marina Meurer keine überzeugenden Ansätze für Paid-Content.

Jörg Meier, Projektleiter Internet beim Deutschen Fachverlag, sieht jedoch gerade für Online-Fachmedien gute Chancen für Paid Content.

Quelle: HORIZONT 27/2009 vom 2. Juli 2009, Seite 30

Das immer wiederkehrende Problem von solchen – grundsätzlich sehr interessanten Artikeln: Die Redakteure schauen oft nur bei ihresgleichen, nämlich bei den „Online-Ablegern“ der etablierten, traditionellen Verlage. Das zieht sich wie ein ein roter Faden durch sehr viele Artikel. Dabei kommen die wirklich innovativen Angebote häufig (nicht immer, es gibt auch einige gute Ausnahmen) von Medienanbietern ohne Print-Historie. Das hat zur Folge, dass Fachverlage häufig den beliebten Fehler machen, immer noch andere Fachverlage als wesentliche Wettbewerber im B2B Online-Business zu definieren. Mit der Konsequenz, dass falsche Benchmarks und Best Cases zur Beurteilung der eigenen Wettbewerbsposition und des Marktes herangezogen werden. Dadurch wird der nötige Handlungsdruck dann weit unterschätzt.

In fast allen B2B-Mediensegmenten gehören rein digitale Anbieter zu den wichtigsten Marktteilnehmern oder sind zumindest innovativ im Hinblick auf neue Geschäftsmodelle.

Beispiel Bau- und Immobilienbranche: Das Internet-Unternehmen Emporis, bei dem ich Teil des operativen Unternehmerteams war, praktizierte schon „Paid Content“ als der Begriff an sich noch gar nicht geprägt bzw. modern war. Dort werden neben Werbung u. a. Datenbankinformationen für die Bau- und Immobilienbranche als ASP bzw. SaaS-Produkt im Subscription-Modell angeboten. Die Daten dafür werden unter anderem von einer internationalen B2B-Community eingegeben.

Ich teile daher die Meinung von Jörg Meier vom Deutschen Fachverlag, dass gerade B2B-Informationsanbieter prädestiniert für Paid Content sind. Einige wichtige Erfolgsvoraussetzungen und -beispiele dafür habe ich bereits in der Vergangenheit genannt:

Juni 2008: Paid Content: Todgesagte leben länger
April 2009: Paid Content: Handelsblatt launcht Newsletter

Fachmedien-Anbieter, die bislang im Print-Segment nachrichtenbasierte Geschäftsmodelle etabliert haben, werden erheblich größere Veränderungsprozesse durchlaufen müssen, um erfolgreiche Paid Content Geschäftsmodelle aufzubauen, als solche „Business Information Anbieter„, die auch schon zu „Printzeiten“ kostenpflichtige Produkte wie z.B. Loseblattsammlungen, Formulare oder (noch besser) Software verkauft haben.

Besonders geeignet für Paid Content sind datenbankbasierte B2B-Informationen und webbasierte Workflow-Solutions die sich in die täglichen Arbeitsprozesse der jeweiligen Zielgruppe integrieren. Ein erheblicher Mehrwert wird häufig allein schon durch die Aggregation von allgemein kostenfrei erhältlichen Informationen erzielt, wodurch ein höherwertiger Informationsgehalt entsteht. Dafür sind die Kunden dann auch ohne weiteres bereit zu bezahlen.

Wenn diese Informationen sich dann auch noch häufig ändern und eine kurze Halbwertszeit haben, dann ist die Grundlage für erfolgreichen Paid Content gelegt. Durch die hohen Eintrittsbarrieren neuer Wettbewerber für datenbankbaiserte B2B-Informationen (es benötigt eben außerordentlich viel Zeit, Know how und professionelles Marketing für den Aufbau) können auch langfristig hohe Preise für die Informationen am Markt verlangt werden.

Für reine News ist es dagegen extrem schwer bis kaum möglich erfolgreiches Paid Content Business zu etablieren. Marcel Weiss hat bei netzwertig.com im Juni 2009 einen hervorragenden Artikel zu diesem Thema geschrieben, der keiner weiteren Ergänzung bedarf.

***** Hier klicken, um News von BusinessMediaBlog.com kostenfrei per E-Mail zu erhalten *****


CMS Drupal: Kostensenkungspotential bei Medien & B2B Corporate Websites

Juli 16, 2009

Unternehmens- und Medienberater Hugo E. Martin hat via Twitter auf einen aktuellen Artikel über „London Paper“ aufmerksam gemacht. Dort wird über eine  Kostensenkung  um 66% durch die Einführung des Open Source CMS Drupal berichtet  – sehr interessant.

In seinem Blog konnte ich zudem einen Link auf drupal.org zu einer ausführlichen, aktuellen Liste mit Drupal-Referenzen im Medienumfeld finden.

Darüber hinaus ist Drupal natürlich auch für Corporate Websites kleiner und mittelständischer Unternehmen aus dem B2B-Umfeld  ideal als Content Management System geeignet – mit fast den gleichen, bekannten Argumenten die bei Medienunternehmen greifen.


Content Management für Medienunternehmen

Juli 11, 2009

Im Blog von Dries Buytaert steht ein spannender Beitrag über die wachsende Bedeutung von Drupal bei CIOs – insbesondere für Medienunternehmen. Die Artikel von Dries Buytaert sind natürlich nicht objektiv. Die Fakten sind jedoch nicht von der Hand zu weisen:

InterMedia Outdoors wechselte vor einigen Wochen zum Content Management System Drupal. Bislang wurde dort das proprietäre CMS FatWire eingesetzt. Der ausführliche Use Case dazu wurde im Juni 2009 auf drupal.org veröffentlicht.

In den letzen Monaten wechselten eine Reihe weiterer Medienunternehmen zu Drupal, wie z.B. die Australian Broadcasting Corporation (ABC) mit der Website ABC Dig Music und anderen.

Radio Netherlands Worldwide wechselte ebenfalls kürzlich von einem proprietären CMS zu Drupal. Auch das europäische Medienunternehmen Edipress Group konvertierte 11 Newspaper und Magazine Websites zu Drupal. Dazu gehören z.B. die Websites LeMatin.ch und 24heures.ch.

Besonders interessant: Die IFRA wechselte in diesem Jahr mit seiner Hauptwebsite www.ifra.net zu Drupal. Die IFRA ist der internationale Verband von Unternehmen der Zeitungs- und Medienbranche und hat über 3000 Mitglieder in mehr als 70 Ländern. Das internationale Headquarter ist in Darmstadt.

Weitere Medienwebsites die in 2009 starten bzw. relaunchten und Drupal als CMS nutzen sind z.B.: infoworld.com (von IDG, einem der führenden IT-Medienunternehmen), jacksonville.com, slate.fr und http://toronto.virginradio.ca.

Alle Drupal-Referenzen stammen aus dem Blog von Dries Buytaert.

***** Hier klicken, um News von BusinessMediaBlog.com kostenfrei per E-Mail zu erhalten *****