Studie zum Wirkpotential von Online-Werbung

März 8, 2009

Die Gemeinschaftsstudie „Editorial Brand Impact“ von G+J EMS und QUALITY CHANNEL zur Werbewirkung von verschiedenen Content-Umfeldern im Internet kommt zu dem Ergebnis, dass Online-Werbung am besten auf journalistischen Qualitätsumfeldern wirkt.

Die Resultate dokumentieren, dass Content-Qualitäten ein entscheidender Faktor für die Intensität der Werberezeption sind. Journalistische Premium-Umfelder können im Vergleich zu Portalen und User Generated Content deutlich stärkere Wirkungseffekte bei der Rectangle-Rezeption generieren – und zwar in allen untersuchten Dimensionen:

  1. Der Werbemittelkontakt liegt auf den journalistischen Premium-Marken mit einem Kontakt-Index von 84,7 Prozent sowohl über dem Durchschnittswert aller untersuchten Sites und Werbemittel (53 Prozent) als auch über den Einzelergebnissen der Sites mit User Generated Content (72,8 Prozent) und der E-Mail-Portale (71,8 Prozent). 
  2. Die Häufigkeit des erzielten Werbekontakts ist auf den journalistischen Premium-Sites am höchsten. Die Rectangles ziehen hier die Blicke der User durchschnittlich 4,4 Mal auf sich und liegen damit über dem Durchschnittswert aller Sites und Werbemittel (2,7 Mal). Die Sites mit User Generated Content und die E-Mail-Portale erreichen mit 2,8 bzw. 2,9 Kontakten eine durchschnittliche Kontaktfrequenz.
  3. Am deutlichsten wird die Werbewirkung der journalistischen Premium-Umfelder bei der Kontaktdauer: So beschäftigen sich die User hier mit durchschnittlich 1,2 Sekunden doppelt so lang mit den Rectangles wie auf den Sites der anderen Umfeld-Kategorien. Die Kontakdauer auf User Generated Content Sites (0,7 Sekunden) und E-Mail-Portalen (0,6 Sekunden) liegt auf dem Durchschnittswert über alle Sites und Werbemittel (0,6 Sekunden).
  4. Die Werbemittelerinnerung an per Rectangle in journalistischen Premium-Umfeldern beworbene Marken liegt bei durchschnittlich 29 Prozent, während sie bei E-Mail- Portalen 24 Prozent und bei User Generated Content Sites 22 Prozent erreicht. Der Durchschnittswert für alle Sites und Werbemittel liegt  bei 20,4 Prozent.

Quelle: Pressemeldung der G+J Electronic Media Sales (EMS) GmbH

Die in der Pressemeldung genannten Zahlen beziehen sich auf die Ergebnisse von Rectangle-Bannern. In der Studie wurde jedoch zudem die Werbewirkung von Superbanner (Leaderboard) und Skyscraper untersucht. Dazu finden sich in der Pressemeldung keine Zahlen.

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Studie: Medienstrategien im Online-Business

Oktober 30, 2008

Deutsche Zeitschriftenverlage erzielen heute ihre Umsätze im Internet überwiegend mit klassischer Online-Werbung. Zukünftig versprechen sich die Verlage insbesondere von den neuen Erlösquellen Online-Videowerbung und E-Commerce (elektronischer Handel) die höchsten Wachstumschancen. Das klassische Anzeigengeschäft (relativer Anteil am Gesamtumsatz 2007: 46,4 Prozent) bleibt zwar Hauptumsatzquelle der Verlage, allerdings werden sich die Budgets teilweise ins Netz verlagern. Bis 2011 wird für das Internet insgesamt mit einer Erhöhung des Umsatzanteils von 5,4 Prozent in 2007 auf durchschnittlich 13 Prozent gerechnet – dieser Umsatz wird allerdings mit einem Mix von verschiedenen Erlösquellen und Geschäftsmodellen erwirtschaftet. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Digitale Erlösquellen für Verlage“, die der Verband Deutscher Zeitschriftenverlege(VDZ) in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG und Prof. Dr. Manfred Schwaiger von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) durchgeführt hat.

Für die Studie wurden die schriftlichen Antworten von 78 Vorständen, Geschäftsführern, Verlags-, Bereichs- und Abteilungsleitern ausgewertet. Die Studie enthält aktuelle Markteinschätzungen und Prognosen, klassifiziert die Erlösquellen der Verlage im Online-Bereich und zeigt potenzielle Umsatzrisiken sowie Investitions- und Kosteneinspar- maßnahmen auf. Die Studie wird ergänzt durch internationale Verlagsprofile aus Europa und den USA.

Mittlerweile sind fast 70 Prozent der Deutschen regelmäßig online. Das birgt ein enormes Werbe- und Transaktions- potenzial, auch für die Verlage, die ihre Vermarktungsstrategien entsprechend justieren. Um die Vermarktung und Umsetzung crossmedialer Kampagnen zu erleichtern, setzen mittlerweile fast zwei Drittel der befragten Verlage auf die gemeinsame Vermarktung von Print und Online“, erklärt Alexander von Reibnitz, Geschäftsführer Digitale Medien und Neue Geschäftsfelder beim VDZ. „Fast 40 Prozent der befragten Verlagshäuser haben zudem im Online-Bereich eine zentrale Anzeigenvermarktung aller verlagseigenen Websites eingeführt.“

Zu den wichtigsten Online-Umsatzquellen im Geschäftsjahr 2007 zählt neben der klassischen Online-Werbung auch die Online-Abonnement-Generierung für die hauseigenen Printtitel. Signifikante Wachstumsimpulse versprechen sich die Verlage außerdem für die Bereiche Online-Videowerbung und E-Commerce. So planen knapp 40 Prozent der Befragten, im Bereich der Online-Videos aktiv zu werden, rund 24 Prozent sind es derzeit bereits. Den Anteil der Online-Videos am Gesamtumsatz in 2011 veranschlagt die Studie mit 4,7 Prozent – Tendenz steigend. „Die Verlagshäuser sind im Begriff, sich zu integrierten Medienhäusern zu entwickeln, die sämtliche Medienkanäle mit ihren Angeboten bedienen können“, so Dr. Markus Kreher, Partner bei KPMG. „Andererseits erschließen sie neue Geschäftsfelder neben der Vermarktung von Inhalten, um über Differenzierungsstrategien von anderen Geschäftsmodellen zu profitieren und ihre Wertschöpfungs- ketten zu verlängern.“

Die vollständige Studie ist unter www.vdz.de erhältlich. Die gedruckte Broschüre kostet 49€, für VDZ-Mitglieder 39€ oder als pdf-Download 59€ (jeweils zzgl. MwSt.).

Quelle: VDZ-Pressemeldung


Studie „The medium is the message – Outlook for Magazine Publishing in the Digital Age”

August 28, 2008

Die neue Studie “The medium is the message – Outlook for Magazine Publishing in the Digital Age” untersucht den internationalen Zeitschriftenmarkt. Dazu haben die Experten von PricewaterhouseCoopers über 5.000 Konsumenten befragt.

Beleuchtet werden dabei Consumer Magazines und keine Fachmedien. Dennoch sind die Ergebnisse meines Erachtens auch für Business Media Publisher sehr aufschlussreich, denn jeder B2B-Entscheider ist gleichzeitig auch Konsument in seinem privaten Umfeld und überträgt daher private Lese-Gewohnheiten bewusst oder unbewusst auf sein Informations-verhalten im Beruf.

Laut Studie erwirtschaften Zeitschriftenverlage derzeit einen weltweiten Jahresumsatz von rund 80 Milliarden US-Dollar (50,3 Milliarden Euro). Bis 2012 prognostiziert PwC einen Erlösanstieg auf 95 Milliarden US-Dollar. Britische und amerikanische Zeitschriftenverlage erwarten innerhalb der nächsten fünf Jahre 20% Ihrer Umsätze mit digitalen Geschäftsmodellen zu erwirtschaften. Bei den entsprechenden europäischen Medienunternehmen wird im gleichen Zeitraum nur ein Umsatzanteil von 10% mit Online-Aktivitäten erwartet.

Die Studie beleuchtet die Ergebnisse und Auswirkungen aus drei Perspektiven: Konsumenten, Zeitschriftenverlage und Werbeagenturen. Eine Executive Summary komprimiert die wichtigsten Erkenntnisse auf zwei Seiten.

Interessant sind die Untersuchungen zur Zahlungsbereitschaft von Konsumenten für digitale Medien im Vergleich zum jeweiligen Print-Pendant. Die Höhe des Preises ist abhängig von der Art des Angebotes (E-Paper auf Handy oder PC). Die Untersuchungsergebnisse sind differenziert nach Alter der Konsumenten und nach Nationalität. Immer mehr Käufer möchten Zeitschriften auch digital lesen – insbesondere junge Leser. Zahlen möchten die Konsumenten dafür aber weniger als für gedruckte Hefte.

Daher benötigen die Medienunternehmen neue Erlösquellen. Neben Online-Werbeerlösen, die jedoch nicht alleine ausreichen können, seien beispielsweise Online-Shops und Direkt- marketing-Angebote geeignet, um so die Markenpower der Zeitschriften zu nutzen. In diesem Zusammenhang wird beispielsweise das Versicherungsgeschäft von Reader´s Digest erwähnt. 

Die vollständige Studie zum Download bei PwC

Herausgeber: Pricewaterhouse Coopers LLP, Netherlands, August 2008, 48 S., DIN A4, Softcover.

Quelle: www.pwc.de


Neue Studie „Print und Online – komplementär erfolgreich“

Januar 23, 2008

Hubert Burda Media hat am 22.1. im Rahmen der internationalen Zukunftskonferenz DLD die repräsentative Studie „Print und Online – komplementär erfolgreich“ vorgestellt. 82% der befragten Personen sind „Kombinierer“, die sowohl Zeitschriften als auch deren jeweilige Onlineangebote nutzen. Diese Personen nutzen beide Medien intensiver, als die reinen Print-Leser oder Nutzer der Online-Medien. Die Stärken der Zeitschriften liegen der Studie zufolge u.a. in der freien Transportierbarkeit und in ihren sinnlichen Dimensionen, wie z.B. die Haptik. Die Vorteile der Onlinemedien sind demzufolge die navigierte Informationsaufnahme und die aktuellen Inhalte. Weitere, nicht überraschende Erkenntnis der Studie: Kombinierte Print-Online-Werbung ist erfolgreicher, als die Werbung in nur einem Medium.

Link zur Studie: Print und Online – komplementär erfolgreich

Quelle: Hubert Burda Media