US-Werbeausgaben in der ersten Jahreshälfte 2011

Oktober 12, 2011

Die US-Werbeausgaben stiegen laut Kantar Media in der ersten Jahreshälfte 2011 um 3,2% im Vergleich zum Vorjahr. Sie betrugen damit 71,5 Milliarden US$. Die US-Werbeausgaben in Fachzeitschriften stiegen im gleichen Zeitraum um 1,4% im Vergleich zum Vorjahr.

Quelle: Kantar Media

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Dr. Bernd Buchholz + Business Information = Professional Publishing

Oktober 12, 2009

Dr. Bernd Buchholz + Business Information = Professional Publishing. Mit dieser Formel könnte man die Ambitionen von Gruner & Jahr auf den Punkt bringen. Laut einigen Interviews mit Gruner & Jahr CEO Dr. Bernd Buchholz in verschiedenen Medien, trägt sich das Unternehmen unter anderem mit dem Gedanken, in das neue Geschäftsfeld „Professional Publishing“ einzusteigen. 

Leider merkt man an dieser Diskussion wie gravierend teilweise die Wissenslücken sind, deswegen wird das Thema hier noch eimal aufgegriffen. Wenn Business Information und Datenbankgeschäfte auf einmal zu Fachzeitschriften mutieren, bei denen dann durch den weiteren Kontext auch noch suggeriert wird, das das ein neues Geschäftsfeld ist, wird es Zeit einzuschreiten.

Bereits am 13. September 2009 wurde in diesem Blog in dem Artikel „Professional Publishing: Neues Geschäftsfeld für Gruner + Jahr?“ über die Ambitionen von Gruner & Jahr geschrieben. Dort wird ein Artikel in Horizont 36/2009 vom 3. September 2009 (Redakteure Juliane Paperlein / Roland Pimpl) zitiert: „[…] Zum Beispiel das „Professional Publishing“, das in den nächsten zwei bis fünf Jahren gar zum Kerngeschäft avancieren soll. Professional Publishing beinhaltet  B-to-B Geschäfte mit Fachinformationen, Datenbanken, Messen und Marketing-Dienstleistungen. […]“.

Am 1. Oktober 2009 war dann in einem Artikel von Jürgen Scharrer in Horizont 40/2009, Seite 6, zu lesen: „[…] Es ist ja schon erstaunlich, wenn man liest und hört, wie überschwenglich sich etwa Gruner+Jahr Chef Bernd Buchholz über die Chancen von Corporate Publishing und eben Fachzeitschriften äußert […]“. Und weiter heißt es in dem Artikel: „[…] Allzu überzeugend waren die Bemühungen der Publikumsverlage bei Fachzeitschriften bisher nicht gerade. Aber siehe Buchholz: Das Thema gewinnt für die großen Medienhäuser gerade massiv an strategischer Bedeutung. […]“.

Wieso denn jetzt auf einmal Fachzeitschriften? Und wieso gewinnen Fachzeitschriften an strategischer Bedeutung für große Medienhäuser? Auf welchen Artikel bezieht sich Jürgen Scharrer? Sicher nicht auf den Horizont-Artikel über Gruner & Jahr und Dr. Bernd Buchholz vom 3. September 2009. Denn dort war von allem die Rede, aber sicher nicht von Fachzeitschriften. Es ging dort unter anderem um B-to-B Geschäfte mit Fachinformationen und Datenbanken. Unter Fachinformationen werden natürlich auch Fachzeitschriften subsummiert, aber in diesem Kontext ganz sicher nicht. Da wurde bewusst der Überbegriff verwendet, der eben auch für B2B-Datenbankinformationen passt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das Gruner & Jahr vor dem Hintergrund der anspruchsvollen Situation bei Publikumszeitschriften nun als Konsequenz in das Segment Fachzeitschriften einsteigt.

Am 5. September 2009 erschien in FR Online ebenfalls ein Artikel über die Ambitionen von Gruner + Jahr. Dort heißt es: „[…] Signifikantes Wachstum verspricht sich Buchholz aber von einem völlig neuen Geschäftsfeld: Professional Publishing. Es geht um Fachinformationen auf Basis Datenbank-gestützter Informationssysteme. Buchholz nennt die Firma WGSN, die Informationen über Mode (Stoffqualitäten, Shop-Tests Fabrikationsweisen) Abnehmern für fünfstellige Summen anbietet.  […]“.

Diese Aussage macht Sinn. Es geht Dr. Bernd Buchholz jedoch nicht um Fachzeitschriften wie jetzt auch ein neuerer Beitrag in Horizont.net zeigt, denn am 8. Oktober 2009 ist dort zu lesen (Redakteur Roland Pimpl): „[…] sowie so genanntes „Professional Publishing“ als neue Säule mittelfristig aufbauen: Fachinformation, Online-Datenbanken, Veranstaltungen und Marktforschung für Kunden aus Industrie und Handel. […] „. Wichtig ist in dem Artikel auch die folgende Aussage: „[…] Der Aufbau dieser Geschäfte sei G + J nur mit Partnern oder Akquisitionen möglich. […]“.

Bei Akquistionen würde man aber meines Erachtens sicher einen ganz erheblichen Aufschlag zahlen müssen, denn welches Unternehmen der „Informationsindustrie“ trennt sich von einem Geschäft mit stabilen, wenig schankenden Einnnahmen ohne Abhängigkeit von Werbung und mit hohen Wachstumsraten?

In einem Artikel bei Meedia.de heißt es ergänzend: „[…] Der Vorstandschef beschwor auch das große Geschäftspotenzial datenbankgestützter Infosysteme für professionelle Kunden. Buchholz nannte das Beispiel der Londoner Stil- und Mode-Trendforschungs-Agentur WGSN, die Marketing-Profis umfangreiche Dienstleistungen anbietet. Kosten für ein Jahresabo: derzeit 15.000 britische Pfund (umgerechnet 16.300 Euro). Zu den Kunden gehören Volkswagen, Lufthansa und Leo Burnett. WGSN ist Teil der Guardian Media Group und hat extrem ehrgeizige Wachstumsziele. […]“.

Das was Gruner & Jahr CEO Dr. Bernd Buchholz „Professional Publishing“ nennt, wird anderswo überall übrigens als Business Information bezeichnet, für weitere Informationen dazu empfiehlt sich der  Artikel „ABCD der Business Information“ und der Blog von InfoCommerce, der sich ebenfalls wie dieser Blog mit Business Information beschäftigt. Die InfoCommerceGroup ist eine Unternehmensberatung aus den USA, die sich auf das Thema Business Information spezialisiert hat.

Quellen:
Horizont 36/2009 vom 3. September 2009, Seite 23;
Horizont 40/2009 vom 1. Oktober 2009,  Seite 6;
FR-online.de;
Horizont.net vom 8. Oktober 2009;
Meedia.de

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B2B Zeitschriftenumsätze in den USA

Februar 28, 2009

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B2B Magazine in den USA mussten im Jahr 2008 einen Umsatzrückgang von 7,3% vezeichnen. Das geht aus der Daten des Business Information Network hervor, die für den Interessensverband der amerikanischen Fachmedien – American Business Media – erhoben wurden.

Auf Quartalsbasis  sind die Zahlen wie folgt: 

Q1 2008: – 5,3%,

Q2 2008: – 6,0%, 

Q3 2008: – 5,9%, 

Q4 2008: – 13,1%.

Das Business Information Network unterscheidet bei seinen Erhebungen 22 Kategorien (Branchen). Trotz des erheblichen Rückgangs in Summe konnten die Fachzeitschriften aus fünf dieser 22 Branchen gut perfomen und erzielten Umsatzzuwächse entgegen dem Gesamttrend: 1. Agriculture; 2. Transportation & Logistics; 3. Architecture, Design & Lighting; 4. Aviation, Aerospace & Military; 5. Professional Services.

Quelle: American Business Media


Zukunft der Fachzeitschrift

Januar 24, 2008

In seinem Blog „Beobachtungen zur Medienkonvergenz“ erläutert Andreas Göldi die gegenwärtigen Schwierigkeiten verschiedener Fachzeitschriften und nennt u.a. die Einstellung der Print-Ausgabe von InfoWorld und die auf 36 Ausgaben pro Jahr reduzierte Erscheinungsweise der AdWeek als Beispiel.

Quelle: Beobachtungen zur Medienkonvergenz