Paid Content: Todgesagte leben länger

Horizont berichtete, dass das kostenpflichtige Portal Spiegel Corporate gestartet ist, mit dem auf alle Artikel des Spiegel-Magazins zugegriffen werden kann. Darüber hinaus hat man Zugriff auf weitere Produkte des Spiegel-Verlags wie z.B. das Manager Magazin. Die Preise variieren zwischen 80 EUR / Monat (50 Artikel) und 1.250 EUR / Monat (Artikel-Flatrate) je Monat.

Interessant ist diese Meldung insbesondere vor Hintergrund, dass Paid Content im Web auf der einen Seite seit etlichen Jahren als neues Geschäftsmodell für Medien-Unternehmen propagiert wird, es aber auf der anderen Seite im Web nur sehr wenige gut funktionierende Paid Content-Geschäftsmodelle für Zeitungen und Zeitschriften – egal ob B2B oder B2C – gibt. Daher wird Paid Content auch immer wieder gerne totgesagt.

Paid Content kann – insbesondere bei den Online-Fachmedien – meines Erachtens dann erfolgreich sein, wenn mindestens eines oder besser mehrere der nachfolgenden Kriterien erfüllt sind:

1. Relativ exklusive Inhalte – wissend, dass es vollkommen exklusive Inhalte im Web nicht gibt

2. Besonders starke Medienmarke

3. Personalisierung durch speziell auf die Branche zugeschnittene Web-Anwendungen (ASP / SaaS)

4. Vernetzung von News mit Datenbank-Informationen, wodurch ein neuer bzw. höherer Wert der Informationen entsteht.

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5 Responses to Paid Content: Todgesagte leben länger

  1. […] Blogeintrag vom Juni 2008 beschäftigte sich mit den Erfolgsfaktoren von Paid Content. Ebenfalls erschien kürzlich ein guter Artikel in Spiegel Online zum Comeback des Paid Content im […]

  2. […] 2008: Paid Content: Todgesagte leben länger April 2009: Paid Content: Handelsblatt […]

  3. […] Nach der Keynote von Jeff Jarvis begannen die spannenden Diskussionen. Bernd Ziesemer warb zunächst für den Handelblatt-Relaunch, der parallel umgesetzt wird: Print + Online + Mobile. Er hob vor allem das künftige „Business-Format“ von Handelsblatt-Print hervor. Bernd Ziesemer nervt es, dass Jeff Jarvis keine Antworten gibt. Jeff Jarvis konnte jedoch darauf nicht eingehen, da er nicht persönlich teilnahm, sondern nur für die Dauer seiner Keynote per Skype zugeschaltet war. Für Bernd Ziesemer lautet die korrekte Fragestellung „Differenziere Dich oder stirb“ und nicht „Print vs. Online“ oder „Online vs. Mobile“. „Viele Printobjekte werden sterben. Aber auch viele Online-Angebote werden sterben“. Zudem regte er an, dass man die Veranstaltung in Zukunft bitte nicht mehr Printgipfel nennen sollte. Bernd Ziesmer kritisierte die Verlage, die aus Angst vor dem Tod gegenwärtig Selbstmord begehen, da sie derzeit am Journalismus sparen. Ferner stellte er klar, dass Paid Content nur für ganz spitze Zielgruppen funktionieren wird. […]

  4. […] Die Erfolgsvoraussetzungen für Paid Content habe ich bereits im Juni 2008 definiert – siehe Blogeintrag. Das gleiche gilt für Paid Content im B2B-Bereich (Eintrag vom Juli […]

  5. […] Paid Content: Totgesagte leben länger […]

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