Zukünftige Aktivitäten der Medienunternehmen

Dezember 19, 2009

Eine Trendumfrage von HORIZONT unter den 100 größten Medienunternehmen, auf die 42 Manager antworteten, befragte unter anderem die Bedeutung verschiedener Aktivitäten für Medienunternehmen und bildete daraus ein Ranking. 

Im Bereich der Publikums- und Fachverlage war das Ergebnis wie folgt:

Platz 1: Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder
Platz 2: Entwicklung neuer Medienprodukte
Platz 3/4: Investition in digitale Medien
Platz 3/4:  Verstärktes Kostenmanagement
Platz 5: Beteiligung an inländischen Medien
Platz 6: Ausbau des Auslandsgeschäfts
Platz 7: Kooperation mit anderen Medienhäusern
Platz 8: Verkauf von Beteiligungen

Quelle: HORIZONT 47/2009 vom 19.11.2009, Seite 36

Persönliche Anmerkung:  Im Rahmen meines berufsbegleitenden BWL-Studiums (Schwerpunkt Marketing) beschäftigte ich mich insbesondere mit den Themenfeldern Strategisches Management / Marketing, Corporate Development sowie Business Development. Oben genannte Entwicklung hatte ich frühzeitig antizipiert und untersuchte daher  im Jahr 2005 in meiner Diplomarbeit genau diese Fragestelltung: „Status-quo und Entwicklungsperspektiven für Fachmedien – Eine Untersuchung zur Bestimmung neuer Geschäftsfelder und deren strategische Ausrichtung“.

Gestern erschien zur gleichen Thematik eine neue Studie der Deutschen Fachpresse: Wege in die Zukunft – Herausforderungen für Fachverlage 2010/2013.

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Veranstaltungen für Medienmanager

Dezember 12, 2009

Für Medienmanager gibt es gleich zu Beginn des Jahres 2010  zwei hochkarätige Veranstaltungen:

1. Deutscher Medienkongress 2010 in Frankfurt.
Das Motto des Events lautet „The Future of Media – Was wird die Kommunikation von morgen prägen?“.

2. Digital Innovators Summit 2010 in Berlin
Bei diesem Event geht es um Digitalisierungsstrategien für Verlage mit Fallstudien von internationalen Verlegern mit diversifizierten Geschäftsmodellen.


Paid-Content und Online-Erlöse als Rettungsanker

Oktober 3, 2009

Paid Content und Online-Erlöse sind die Hoffnungsträger der Medienmanager, die auf eine wirtschaftliche Erholung im nächsten Jahr setzen. Die Medienbranche erwartet außerdem, dass durch Übernahmen oder Verkäufe von Verlagen die Konsolidierung zunehmen wird.  Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ersten Printmedien-Entscheider-Panels, einer vom Geschäftsbereich Presse Services der Deutschen Post DHL in Auftrag gegebenen Umfrage.

104 Entscheider oberer Führungsebenen der Medienbranche wurden vom Hamburger Marktforschungsinstitut BIK Aschpurwis + Behrens GmbH zur gegenwärtigen und künftig erwarteten Lage der Printmedien befragt. 58 Prozent rechnen mit einem Aufschwung im kommenden Jahr, ein knappes Drittel erwartet ihn in 2011. Dabei hat die derzeitige Krise für 62 Prozent der Befragten konjunkturelle Gründe, für 38 Prozent ist sie strukturell bedingt. Eine große Mehrheit von 88 Prozent der Top-Entscheider geht davon aus, dass der Restrukturierungsdruck weiter zunehmen wird.

Knapp 84 Prozent erwarten deshalb auch eine Zunahme von Mergers & Acquisitions. Hoffnungsträger  sind die Online-Erlöse. Für 2010 geht fast die Hälfte der Entscheider (46 Prozent) von einem Online-Erlösanteil am Gesamtumsatz zwischen zehn und 25 Prozent aus. Für die Jahre danach schätzen drei Viertel diesen Anteil bereits auf zwischen 20 und 40 Prozent. Erlöse rechnen sich die Medien auch im Bereich des Paid Content aus, auch wenn gut zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) davon überzeugt sind, dass journalistische Inhalte im Netz weiterhin kostenlos bleiben. Neun von zehn Entscheidern sehen die Chance, in spezifischen Themenfeldern Geld für Content zu verlangen, und mehr als die Hälfte (58 Prozent) hält die Einführung zeitlich flexibler Flatrate-Angebote für möglich.

Quelle: Printmedien-Entscheider-Panel 2009 im Auftrag der Deutschen Post DHL

Weitere Artikel zum Thema Paid Content:
Paid Content in B2B-Märkten
Paid Content: Handelsblatt launcht Newsletter
Paid Content: Todgesagte leben länger

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Business Information & Unternehmenswert

März 2, 2009

Traditionelle B2B Medienunternehmen müssen sich nicht nur wegen der veränderten Unternehmensumwelt intensiv Gedanken über ihre künftigen Geschäftsmodelle machen. Auch der Unternehmenswert lässt sich deutlich steigern, wenn Fachmedien-Unternehmen nicht als Anbieter von B2B Magazinen wahrgenommen werden, sondern sich als  Business Information Anbieter positionieren. Die Bewertungen für Business Information Companies sind von einem „Revenue Multiple“ von 2,8 (Jahr 2004) bis auf 3,7 (YTD Mai 2008) gestiegen. Die „Revenue Multiples“ im Bereich B2B magazines haben sich seit 2004 nicht wesentlich verändert – im Mai 2008 betrug der „Revenue Multiple“ 2,1.

Aktuelle Anmerkung: Auch wenn sich die Bewertungen durch die derzeitige Wirtschaftslage mittlerweile vermutlich signifikant verändert haben, sind die daraus abzuleitenden Erkenntnisse und Handlungsnotwendigkeiten für B2B Marketing Dienstleister bzw. Fachverlage unverändert.

Quelle für die „Revenue Multiples“: The Jordan Edmiston Group, Inc. (JEGI), New York: Jegi Transaction Database

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Deutscher Medienkongress 2009

Januar 18, 2009

Am Mittwoch, den 21. Januar 2009, findet in Frankfurt der Deutsche Medienkongress 2009 statt.

Experten zahlreicher Mediengattungen stellen die Perspektiven für 2009 vor. Im Mittelpunkt stehen die neuen Herausforderungen angesichts von Wirtschaftskrise und digitaler Revolution. Der Kongress besteht aus vier Parts: TV 2009, Print 2009, Radion und Out-Of-Home, Online 2009.

Themen sind unter anderem: Strategien und Geschäftsmodelle, Innovationen in den Mediengattungen, Herausforderungen für Print, Mediamix 2009

Keynote-Speaker sind: Anke Schäferkordt, Geschäftsführerin, Mediengruppe RTL Deutschland; Dr. Andreas Wiele, Vorstand, BILD-Gruppe und Zeitschriften Axel Springer AG; Christiane zu Salm, Medienunternehmerin; Hans-Ulrich Jörges, Politik-Journalist und Mitglied der Chefredaktion, stern, Gruner+Jahr; Bernhard Glock, Vice President Global Media & Communication, Procter & Gamble; Liselotte Lyngso,Futurist and Partner, future navigator.

Zum Kongress-Abschluss gibt es einen Media-Entscheider-Gipfel. Parallel zum Kongress findet die Fachaustellung Media 2009 statt.

Weitere Informationen: www.conferencegroup.de/medienkongress


Studie „The medium is the message – Outlook for Magazine Publishing in the Digital Age”

August 28, 2008

Die neue Studie “The medium is the message – Outlook for Magazine Publishing in the Digital Age” untersucht den internationalen Zeitschriftenmarkt. Dazu haben die Experten von PricewaterhouseCoopers über 5.000 Konsumenten befragt.

Beleuchtet werden dabei Consumer Magazines und keine Fachmedien. Dennoch sind die Ergebnisse meines Erachtens auch für Business Media Publisher sehr aufschlussreich, denn jeder B2B-Entscheider ist gleichzeitig auch Konsument in seinem privaten Umfeld und überträgt daher private Lese-Gewohnheiten bewusst oder unbewusst auf sein Informations-verhalten im Beruf.

Laut Studie erwirtschaften Zeitschriftenverlage derzeit einen weltweiten Jahresumsatz von rund 80 Milliarden US-Dollar (50,3 Milliarden Euro). Bis 2012 prognostiziert PwC einen Erlösanstieg auf 95 Milliarden US-Dollar. Britische und amerikanische Zeitschriftenverlage erwarten innerhalb der nächsten fünf Jahre 20% Ihrer Umsätze mit digitalen Geschäftsmodellen zu erwirtschaften. Bei den entsprechenden europäischen Medienunternehmen wird im gleichen Zeitraum nur ein Umsatzanteil von 10% mit Online-Aktivitäten erwartet.

Die Studie beleuchtet die Ergebnisse und Auswirkungen aus drei Perspektiven: Konsumenten, Zeitschriftenverlage und Werbeagenturen. Eine Executive Summary komprimiert die wichtigsten Erkenntnisse auf zwei Seiten.

Interessant sind die Untersuchungen zur Zahlungsbereitschaft von Konsumenten für digitale Medien im Vergleich zum jeweiligen Print-Pendant. Die Höhe des Preises ist abhängig von der Art des Angebotes (E-Paper auf Handy oder PC). Die Untersuchungsergebnisse sind differenziert nach Alter der Konsumenten und nach Nationalität. Immer mehr Käufer möchten Zeitschriften auch digital lesen – insbesondere junge Leser. Zahlen möchten die Konsumenten dafür aber weniger als für gedruckte Hefte.

Daher benötigen die Medienunternehmen neue Erlösquellen. Neben Online-Werbeerlösen, die jedoch nicht alleine ausreichen können, seien beispielsweise Online-Shops und Direkt- marketing-Angebote geeignet, um so die Markenpower der Zeitschriften zu nutzen. In diesem Zusammenhang wird beispielsweise das Versicherungsgeschäft von Reader´s Digest erwähnt. 

Die vollständige Studie zum Download bei PwC

Herausgeber: Pricewaterhouse Coopers LLP, Netherlands, August 2008, 48 S., DIN A4, Softcover.

Quelle: www.pwc.de


Veränderungsprozesse bei Geschäftsmodellen der B2B-Publisher

Juni 15, 2008

Paul Conley greift in seinem Blog die aktuellen Entwicklungen der letzten Monate bei vielen amerikanischen Fachmedien-Unternehmen auf. Er setzt sich dabei insbesondere in den letzten Tagen gleich in mehreren Beiträgen wie z.B. „The model no longer works“ sehr kritisch mit dem derzeitigen Geschäftsmodell der Fachmedien auseinander und möchte damit vor allem wachrütteln für notwendige Veränderungen.  Gleichzeitig liefert er auch einige Lösungsansätze, z.B. in seinem Beitrag „Buy Dr. Paul’s Magic Elixr! Solve Your B2B Woes„.

Insgesamt finde ich die Diskussion um die Veränderungsprozesse bei den Geschäfsmodellen der B2B-Medien in der einschlägigen Berichterstattung viel zu negativ und man sollte die vielen Chancen sehen. Veränderungen sind etwas völlig normales und haben auch viele positive Seiten.