B2B vs. B2C Newsletter: Öffnungs- und Klickraten

August 22, 2010

Das B2B Newsletter andere Öffnungs- und Klickraten als B2C Newsletter haben ist hinreichend bekannt. MarketingSherpa hat nun in einer brandaktuellen Untersuchung fast 1.500 Marketer zu den Öffnungsraten ihrer E-Mail Newsletter befragt, um aktuelle Werte zu ermitteln. 

Es gibt sehr viele Zahlen zu dieser Thematik und die ermittelten Werte weichen von Studie zu Studie stark ab. Besonders ist zu beachten, das die Öffnungsraten unterschiedlicher Untersuchungen meist nur schwer vergleichbar sind, da die „Öffnungsrate“ oft unterschiedlich definiert wird. Die Studie von MarketingSherpa erscheint mir besonders gut und zuverlässig, zumal die befragte Grundgesamtheit sehr hoch ist und die Zahlen nicht nur auf den Ergebnissen eines Versenders oder eines Unternehmens basieren.

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

Öffnungsrate
B2C Newsletter: 25%
B2B Newsletter: 23%

Klickrate
B2C Newsletter: 14%
B2C Newsletter: 11%

Conversion rate
Definiert als „Prozentwert der Klicks die das Angebot akzeptieren“:
B2C: 4%
B2B: 3%

Quelle: MarketingSherpa.com

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B2B Online-Monitor: Umfrage zur B2B-Kommunikation

August 16, 2010

Online wird in den kommenden drei Jahren die Leitfunktion für Kommunikationsmaßnahmen in deutschen B2B-Unternehmen übernehmen. Zu dieser Einschätzung kommen 94 Prozent der Teilnehmer am B2B Online-Monitor 2010. Die Umfrage wurde von „Die Firma“  und dem B2B-Marktforschungsunternehmen „consultic“ durchgeführt, 175 Entscheider nahmen daran teil.

In den Investitionen der Unternehmen spiegelt sich die Bedeutung der Online-Kommunikation allerdings bislang nicht wieder. In 70 Prozent der befragten Unternehmen entfallen maximal 20 Prozent des Gesamtkommunikationsetats auf Online-Maßnahmen. Für die kommenden drei Jahre gehen zwar 80 Prozent der befragten Unternehmen davon aus, dass das Budget für Online-Kommunikation steigt. Die Mehrheit (70 Prozent) schätzt diesen Zuwachs aber auf maximal 20 Prozent. In der Budgetverteilung ist die Online-Kommunikation von der führenden Position also noch weit entfernt.

Ein weiteres interessantes Ergebnis brachte die Frage nach der Zufriedenheit mit den Kontaktanfragen über das Internet. Nur 13 Prozent der befragten Unternehmen sind mit den erzielten Kontakten voll und ganz zufrieden. 27 Prozent dagegen sind überhaupt nicht zufrieden. Hier gibt es ein großes Potenzial für Effizienzsteigerungen.

Überraschend ist das Ergebnis, dass 27 Prozent der Teilnehmer auf die Frage nach der monatlichen Kontaktzahl über den Internetauftritt keine Auskunft geben konnten. Bei den Unternehmern mit über 5.000 Mitarbeitern waren es sogar über 50 Prozent, die nicht mal ein Gefühl dafür haben. Dabei setzen 81 Prozent der befragten Unternehmen Web Analytics für eine Erfolgsmessung der Online-Kommunikation ein, Zahlen sind also vorhanden.

Eingesetzte Offline-Kommunikationskanäle

Die Befragten setzen im Schnitt 7 bis 8 Offline-Kommunikationskanäle ein – je größer das Unternehmen, desto mehr Kanäle kommen zum Einsatz. Der Fokus liegt dabei auf Produkten und dem Unternehmensimage.

Offline-Kommunikationskanäle (Zum Vergrößern bitte klicken)

 Eingesetzte Online-Kommunikationskanäle

Hier setzen die Befragten etwa 6 bis 7 Kanäle ein und wie bei den Offline-Kommunkationskanälen gilt auch online: je größer das Unternehmen, desto mehr verwendete Medien. Mit Ausnahme der Website ist kein Kanal Standard.

Online-Kommunikationskanäle (Zum Vergrößern bitte klicken)

Der B2B Online-Monitor 2010 wurde als Online-Befragung durchgeführt, die Ergebnisse wurden bereits im Februar 2010 veröffentlicht. 175 Unternehmensvertreter füllten den Fragebogen aus. Die Befragten verteilen sich dabei relativ gleichmäßig auf Unternehmen unterschiedlicher Größen – von weniger als 250 Mitarbeitern bis über 5.000 Mitarbeiter – sowie unterschiedlicher Umsatzbereiche – von weniger als 10 Millionen EUR pro Jahr bis über 500 Millionen EUR pro Jahr.

Quelle: B2B Online-Monitor 2010

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B2B Publishing: Studie zur Zukunft von Fachmedien

August 8, 2010

Die Zukunft des B2B Publishing ist Thema der sehr guten Studie „From paper to platform: transforming the B2B publishing business model. Outlook for B2B publishing in the digital age“ von PriceWaterhouseCoopers.

Die Studie untersucht die Entwicklung des Marktes für Fachinformationen (Business Information Publishing) aus drei Perspektiven: Aus der Sicht der Nutzer (Business Professionals), der Werbetreibenden und der Verlage und leitet Handlungsempfehlungen für Fachverlage ab. Differenziert wird außerdem nach den Ländern USA, Niederlande, Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Für die Studie wurden mehr als 200 Konsumenten und zahlreiche Experten befragt. Ergänzt werden die Ergebnisse durch umfangreiche quantitative Marktanalysen und Prognosen. Auf dem Markt für Fachinformationen dürften bis 2014 die Umsätze durchschnittlich um 2,6 Prozent pro Jahr wachsen.

Die Autoren definieren in ihrer Untersuchung „B2B publishing“ Märkte wie folgt: 

1. Business Information
2. Directories
3. Trade magazines
4. Professional books

Der Bereich Directories findet bei der Studie allerdings keine Berücksichtigung.

Speziell auf dem deutschen Markt für Fachinformationen ist in den nächsten zwei Jahren kaum Wachstum zu erwarten. Dies gilt jedoch nicht für alle Segmente. Wachsen werden zumindest die Umsätze im digitalen Bereich: Für Onlinewerbung bei Fachmedien erwartet PwC bis zum Jahr 2014 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 24,1 Prozent.

Erstmalig werden die digitalen Werbeerlöse die rückläufigen Print-Werbeerlöse im Jahr 2011 kompensieren. Auch die digitalen Werbeerlöse der Verzeichnismedien werden mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 17,8 Prozent überdurchschnittlich stark steigen und die Rückgänge in den Printmedien ausgleichen.

Fachverlage sind aufgrund des Strukturwandels durch die anhaltende Digitalisierung gefordert, traditionelle Geschäftsmodelle zu überdenken und neue Angebots- und Vertriebsmöglichkeiten zu entwickeln. Im Zuge der Veröffentlichung elektronischer Lesegeräte (Kindle, Sony Reader & Co.) und Tablets wie dem iPad eröffnen sich für Fachmedien neue Erlöspotenziale. Parallel dazu drängen Nischenanbieter auf den Markt, die aufgrund niedriger Markteintrittsbarrieren und schlanker Organisationsstrukturen qualitativ hochwertige Informationsdienste anbieten können.

Aber auch die internen Prozesse der Verlage stehen zur Disposition: Im Zuge der Wirtschaftskrise haben zahlreiche Medienunternehmen ihre internen Strukturen überprüft und über Kostensenkungsprogramme verlagsinterne Prozesse standardisiert und verschlankt. Viele Mitarbeiter stehen jetzt vor der Aufgabe, sich mit ihrer Arbeitswelt zu wandeln und neuen Tätigkeiten zu übernehmen.

Für Fachverlage dürfte die größte Herausforderung der nächsten Jahre jedoch darin liegen, sich schneller an ie Anforderungen und Gewohnheiten der Nutzer anzupassen. Business Professionals erwarten verstärkt Unterstützung in ihren Arbeitsprozessen – unabhängig von der Medienform und angepasst an die individuellen Bedürfnisse in der jeweiligen Arbeitssituation. Für B2B Publisher bedeutet dies, sich von reinen Inhalte-Lieferanten zu Dienstleistern zu wandeln.

Weitere wichtige Punkte aus der Studie:

  • Von  den erwähnten Best Cases sind insbesondere die üblichen Beispiele IDG und GlobalSpec zu nennen.
  • Noch wichtiger als bislang ist das richtige Personal, das mit den neuen Herausforderungen umgehen kann.
  • 50% der Business Professionals besuchen mindestens einmal je Woche Online-Fachmedien
  • Messbarkeit wird für Werbetreibende im B2B-Umfeld immer wichtiger.
  • Führende B2B Publisher erwirtschaften bereits etwa 40 bis 50% ihre Umstätze online. Vermutlich ist hier unter anderem auch wieder IDG gemeint.
  • Reine „Verweisinhalte“ werden durch das Internet untergraben, bisherige Wertschöpfungsketten werden disaggregiert.
  • Nur „rich and executable“ content ist ein Mehrwert für Business Professionals
  • Integration von Inhalte in Software wird für Business Information Anbieter zunehmend wichtiger, dazu zählen maßgeschneiderte Software-Pakete die firmenspezifische Inhalte wie z.B. Rechts- oder Finanzinformationen liefern.
  • Durch das Inernet erhalten Publisher noch genauerer Informationen über ihre Zielgruppen. Dieses Zielgruppen Know how sollte für Lead Generation genutzt werden, weil das für Werbetreibende besonder wertvoll ist.

Quelle: PriceWaterHouseCoopers, PDF der Studie zum Download

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B2B Barometer: Budgetanteil Online-Marketing bei 41%

August 1, 2010

B2B Barometer ist der Name einer Research Studie aus England, die entwickelt wurde, um das Verständnis für gegenwärtige und künftige B2B Marketing Trends besser zu verstehen. Durchgeführt wird die Studie von Circle Research mit Unterstützung des ABBA (Association of Business to Business Agencies)  und des IDM (The Institute of Direct Marketing).

Die erste Studie erschien im April 2009. In Kürze wird der dritte Teil veröffentlicht. Die derzeit aktuelle, zweite Studie (Februar 2010) spiegelt die Einschätzung von 200 B2B Marketing Managern aus führenden Unternehmen und Marketing-Agenturen wieder.

Die Untersuchung kommt im Kern zu folgenden Ergebnissen:

  • 79% der B2B Marketing-Agenturen glauben an ein Wachstum in den nächsten 12 Monaten.
  • 66% der B2B Marketing Manager gehen von einem Wachstum ihrer Unternehmen im nächten Jahr aus. 57% der B2B Marketing Manager geben zudem an, dass ihre Gesamtbudgets derzeit unverändert bleiben. Zwei Fünftel sind der Meinung, dass die Marketingausgaben im nächsten Jahr wieder steigen.
  • 41% der B2B Marketing Budgets werden derzeit bereits für E-Mail Marketing Kampagnen, Online-Werbung, Website Development oder Social Media ausgegeben. Bei künftigen Budgets werden die größten Kürzungen bei den traditionellen Medien vorgenommen werden – zugunsten von Ausgaben im Bereich Digital Marketing.
  • B2B Agenturen sind sehr aktiv im Bereich Social Media und engagieren sich in Blogs und Social Networking Sites. Die B2B Marketer hingegen betonen den Zeitmangel, mangelnde Ressourcen und fehlendes Verständnis für Social Media, die ihre Unternehmen derzeit noch von einem verstärkten Engagement im Bereich Social Media abhalten.
  • Kostendreduktion und Zurechenbarkeit für Marketinginvestitionen sind derzeit der Fokus der Agenturen.
  • Die Messbarkeit von Social Media, SEO und Online Reputation ist ein wichtiger Trend im B2B Marketing.
  • Die wichtigsten Messgrößen bzw. Tools für den Marketing ROI sind Lead Generation, Conversion Rates und Web Analytics.

Quelle: Circle Research

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