Future Advertising – Strategien und Trends

Oktober 18, 2008

Die Akademie des Deutschen Buchhandels veranstaltet am 12. November 2008 im Literaturhaus München einen „Anzeigen-Gipfel“ für Fachmedienunternehmen. Es werden Trends und veränderte Kundenansprüche im Anzeigenmarketing von Fachverlagen aufgezeigt. Dabei wird erläutert wie Print und Online sinnvoll kombiniert werden. Dabei kommen u. a. zu Sprache: Crossmedia-Pakete, Werbewirkungsforschung, Pricing, Ad Specials und Mobile Advertising.

 

Zu den Referenten gehören unter anderem: Prof. Dr. Peter Wippermann (Geschäftsführer Trendbüro), Michael Beilfuß (Verlagsleiter Computerwoche CIO), Dr. Michael Hallemann (Leiter Mediaforschung & Service, Gruner + Jahr), Norbert Stahl (Büro für Medien Norbert Stahl) und Thomas Szász (Managing Director Smartshop Strategies).

 

Quelle: Akademie des Deutschen Buchhandels

 

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Print wird in Zukunft Online ergänzen

September 3, 2008

York von Heimburg, Vorstand der IDG Communications Media AG, wurde von media sepectrum, interviewt. Bei IDG Deutschland wächst Online demnach mit etwas über 20% am gesamten  Publishing-Umsatz überdurchschnittlich und von Heimburg rechnet damit, dass sich der Online-Umsatzanteil in den kommenden Jahren auf 30 bis 35 % erhöhen wird. In den USA habe IDG bereits einen Online-Umsatzanteil von 37%. In Deutschland veranstaltet IDG über 80 Konferenzen im Jahr die 6% zum Umsatz beitragen.

Für von Heimburg werde Print in Zukunft eine Ergänzung zu Online sein. Print sei dann der Vorbereiter für die Internetnutzung, indem Print die Übersicht zu einem Thema bietet und Online dann die Details liefert. Online setzt dabei auf News und Aktualität.

Die Arbeitsprozesse seien bei IDG bereits komplett verändert, denn es gelte, dass Informationen zuerst Online veröffentlicht werden. Die ganze Verlagsorganisation sei darauf ausgerichtet. Auch neue Medienprodukte werde man zunächst Online umsetzen, bevor man über andere Distributionskanäle nachdenkt. Alle Sales-Leiter sind „Web-only-Leute“. Laut von Heimburg ist es ein Irrglaube, dass man Print retten könnte, wenn man neue Meldungen nicht ins Internet stellt und für Print zurückhalte.

White Paper sind für IDG gemäß Interview ein wichtiges Instrument zur Generierung qualifizierter Leads. Laut von Heimburg sind ca. 400 deutschprachige White Paper in der Datenbank gespeichert. Daneben werden Leads unter anderem auch über Webcasts und E-Newsletter erzeugt. Pro Live-Webcast erlöst IDG ca. 50.000 EUR. Auch in Paid Content sieht man vor allem im B2B-Segment eine Zukunft. IDG hat ca. 30.000 bezahlte Online-Abonnementen.

Bei Print setzt York von Heimburg in Zukunft auf Sonderveröffentlichigungen und Corporate Publishing und im Internet beispielsweise auf den Aufbau von Communities pro Medienmarke.

Quelle: media spectrum, Fachmagazin für Medien & Medienplanung, Ausgabe 5.2008, S. 12 – 15


Erfolgsfaktoren von Business Communities

August 1, 2008

Interviews zuständiger Entscheidungsträger zu den Erfolgsfaktoren gut funktionierender Business Communities wie z.B. bei MarketWatch und Computerworld führen zu folgenden Ergebnissen (Aussagen sind von mir ergänzt und auf wesentliche Eckpunkte komprimiert):

1. Man muss nicht nur die Zielgruppe der jeweiligen Branche kennen, sondern man muss zusätzlich verstehen wie sie untereinander agiert und kommuniziert. Ingenieure haben eben einen anderen Habitus und ein anderes Kommunikations- verhalten als beispielsweise Ärzte, Anwälte oder Chemiker.

2. Im Gegensatz zu Consumer Communities wie z.B. Facebook und MySpace wächst die Nutzer-Interaktion von B2B-Communities nicht von ganz alleine (Stichwort „Virales Marketing“), sondern sie muss durch den Community-Betreiber aktiv gemanagt und gefördert werden.

3. Wenn neue, interessante Diskussionen in der Community entstehen, sollte man sie in passenden e-Newslettern aufgreifen und promoten.

4. Funktionen wie das Bewerten von Artikeln („WebNews-Prinzip“), z.B. auf einer Skala von eins bis fünf, werden gerne genutzt.

5. Ein Anbieter hat damit Erfolg, registrierte Nutzer mit Punkten für das Schreiben, Bewerten und Kommentieren von Artikeln zu belohnen. Diese Punkte können im eigenen Online Shop in kleine Incentives umgewandelt werden.

Quelle: Marie Griffin, Social media´s subleties, in: BtoB Media Business, July 2008


Studie zur Zukunft der Medien

März 9, 2008

TIMElabs aus Frankfurt hat bereits im vergangenen Jahr eine gute Studie veröffentlicht: „GRID MEDIA. (Überlebens-)Strategien für Publisher im digitalen Zeitalter.“ Die mir erst jetzt vorliegende Studie beschäftigt sich mit dem digitalen Strukturwandel und die dafür sofort notwendigen Handlungen für Publisher. Zielgruppe der Studie sind die Medienmanager aus den klassischen Print-Verlagshäusern. Da mir bislang keine bessere Studie zu dieser Thematik bekannt ist, folgt nachfolgend eine kurze Summary.

Zunächst werden viele New Economy und Web 2.0 Basics erläutert, die für mit dem Thema vertraute Personen leider nur überflüssige Wiederholungen sind. Diese Erklärungen sind jedoch für Medienmanager mit primären Print-Background als sehr guter Einstieg geeignet, da dort in komprimierter Form alle Grundlagen thematisiert werden. Das gleiche gilt für die teilweise umfangreichen historischen Abrisse. Die einzelnen Kapitel enthalten teils redundante Informationen, weshalb die jeweilige Zielgruppe (Business Development Manager, Medienmanager, Redaktionsmanager, Anzeigenleiter, Verlagsleiter) auch nur die für sie jeweils besonders geeigneten Kapitel rezipieren kann. Für Leser der kompletten Studie wiederholen sich daher manchmal einige Punkte. Ich empfehle dennoch das komplette Lesen der etwa 400 Seiten starken Studie.

Sehr gut sind die auf das wirklich wesentliche komprimierten 200 internationalen Best Cases, die viele Anregungen für das eigene Business geben. Es ist jedoch nicht einfach eine Aufzählung bekannter Websites wie Flickr, Myspace und Co, sondern vor allem auch weniger bekannte Unternehmen werden vorgestellt. In der Studie gibt es zudem auch Hinweise auf gescheiterte Online-Strategien, um die Wiederholung von typischen Fehlern zu vermeiden.

Kern der Studie ist der neu geschaffende Marketingbegriff „Grid Media“. Es ist das zentrale Denkmuster an dem sich die Autoren orientieren. Das „Grid Media“ besteht aus vier Sphären: Content, Werbung, Technologie und Profile. Unter diesem Begriff werden alle Überlegungen subsummiert – „es ist der Raum aller Ressourcen“.

Ein großer Bestandteil ist der Essay „Data Industries“. Weitere behandelte Themen sind u.a. die sogenannten „Prosumenten“ und selbstverständlich auch Klassiker wie „User generated Content“ und „Data-Mining“. Gefreut habe ich mich auch, dass das Access-Gesetz von Jeremy Rifkin in der Studie vorkommt – der Autor eines meiner meist geschätzten Bücher.

Die Handlungsmuster für einzelne Medien-Unternehmen gewährleisten  die Umsetzbarkeit der Studie in die Praxis. Dadurch bleibt sie nicht einfach nur eines von vielen Papern, welches im Aktenordner verschwindet – getreu dem Motto „gelesen, gelacht, gelocht“. Für folgende sechs Publishing-Häuser gibt es differenzierte Handlungsmuster: 1. regionale Tageszeitungsverlagsgruppe, 2. überregionaler Tageszeitungsverlag, 3. Special Interest Zeitschriftenverlag, 4. Großer Publikumsverlag, 5. Spezialisierter Fachinformationsanbieter, 6. Fachverlagsgruppe.

Ein häufig zitiertes Musterbeispiel ist Thomson. Beinahe das gesamte Business-Modell ist digitalisiert – bereits 69% der Erlöse werden laut der Studie mit digitalen Produkten und Dienstleistungen erzielt. Bei einer Gewinnmarge von 19%.

Gut ist auch die Übersicht mit der neuen, grundlegend geänderten Publishing-Wertschöpfungskette.

Eine der zentralen Nachrichten der Studie: Die Medienanbieter müssen sich als Dienstleister Ihrer Fach-Community verstehen – übrigens ebenfalls auch zentrales Ergebniss meiner Diplomarbeit aus dem Jahr 2005, die sich mit neuen Geschäftsfeldern für B2B-Medienunternehmen beschäftigte.

Mein Fazit: Absolutes „must-have“ für jeden Medienmanager. Ein Werkzeugkasten für neue Geschäftsfelder und den dringend notwendigen Umbau der Wertschöpfungskette von Medien-Unternehmen.

Quelle: Studie „GRID MEDIA“ von TIMElabs


Web 2.0 & B2B: Fallstudie aus dem Bereich „Pharma und Medizintechnik“

Februar 13, 2008

Eine Fallstudie von Jupiter Research für die Medizinbranche zeigt, dass sich ein Drittel der Ärzte in fachspezifischen Online-Communities engagieren. 63 Prozent dieser Ärzte, die in Communities aktiv sind, nahmen auch an Marketing-Maßnahmen von Pharma-Unternehmen teil. Bei den Ärzten ohne Ambitionen im Web 2.0 lag die Quote nur bei 53 Prozent.

Die in sozialen Netzwerken aktiven Medizinier gelten als einflussreiche Meinungsführer, die andere Ärzte und auch Patienten informieren. Daher kommt Jupiter Research zu dem Ergebnis, dass es sich für große Unternehmen lohne, über einflussreiche Ärzte zu werben – zumindest im Bereich Pharma und Medizin.

Quelle: ECIN


B2B Marketing Blogs

Februar 10, 2008

marketo hat seine Liste mit B2B Marketing Blogs aktualisiert und um 50 weitere Einträge erweitert.

Eine kürzere, aber qualitativ deutlich bessere Übersicht gibt es beim BtoB Magazine.

Quellen: marketo, BtoB Magazine


Neuer Blog für die Fachmedienbranche

Januar 14, 2008

Demnächst startet hier ein neuer Blog für Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Fachmedien, E-Business und Online-Marketing.